Nebenjobs mit Studienbezug

Rund ein Drittel der Teilnehmenden gab an, im Sommersemester 2012 einen Nebenjob mit einem direkten inhaltlichen Bezug zum Studium ausgeübt zu haben, für weitere 6 Prozent gilt dies mit Bezug zu einer bereits absolvierten Ausbildung. Diese Gruppe soll im Zuge der folgenden Erhebungen besondere Berücksichtigung erfahren. Es wird zu prüfen sein, ob die studienfachnahe Jobwahl Auswirkungen auf den Stundenlohn, die Zukunftsperspektive etc. hat. Es bietet sich hier ein Vergleich mit der Gruppe der Studierenden an, deren Job keinen inhaltlichen Bezug zu Studium oder Berufsausbildung aufweist (diese Gruppe macht in dieser Erhebung 60 Prozent der Befragten aus).

Gegenüber dieser prozentualen Gewichtung konnten sowohl für den Vergleich „Mann vs. Frau“ als auch für den Vergleich „Migrationshintergrund vs. kein Migrationshintergrund“ keine erwähnenswerten Unterschiede festgestellt werden. Hingegen offenbart der Blick auf die einzelnen Fachrichtungen zum Teil erhebliche Abweichungen, wobei im Folgenden lediglich auf die prozentuale Gewichtung der Nebenjobs mit Bezug zum Studium eingegangen werden soll. Den diesbezüglichen Spitzenwert erreichen die Studierenden aus dem Bereich der Medienwissenschaften (44,9 %), gefolgt von Erziehungswissenschaftlern (41 %) und Informatikern (37,9 %). Am Ende rangieren Naturwissenschaftler (25,9 %) und Juristen (23,6 %).

Tabelle: Nebenjobs mit Bezug zum Studium in den jeweiligen Studienfächern

Medienwissenschaften 44.9%
Erziehungswissenschaften 41.0%
Informatik 37.9%
Psychologie 37.5%
Kunst / Musik 36.3%
Gesundheitswissenschaften 34.3%
Ingenieurwissenschaften 33.9%
Sozial- und Geisteswissenschaften 33.7%
Wirtschaftswissenschaften 33.7%
Mathematik 33.6%
Sprach- und Kulturwissenschaften 29.4%
Naturwissenschaften 25.9%
Rechtswissenschaft / Jura 23.6%

 

Auch mit Blick auf die angestrebten Abschlüsse sind erheblich Unterschiede feststellbar. So zeigt sich, dass diejenigen Studierenden, deren bevorstehender akademischer Grad der Bachelor ist, am wenigsten in studiennahen Nebenjobs tätig sind (27.9 %). Die Abstufung nach Art des Abschlusses ist dabei folgende:
Promotion (59.8 %)
Master (50.7 %)
Diplom (45.2 %)
Magister (35.7 %)
Staatsexamen (31.3 %)
Insbesondere die hohen Werte bei Promotion und Master könnten als Anzeichen für die Annahme gelten: Je höher der nächste angestrebte Grad, desto größer die inhaltliche Nähe des Nebenjobs zum Studium. Jedoch passt dies nicht zur registrierten Unterrepräsentanz im Bereich des Staatsexamens. Eine Analyse dessen ist als Zielsetzung für die kommenden Publikationen bereits avisiert.