Zeitbudget für die Arbeit

Das für die Arbeit konkret verwendete Zeitbudget lag in der Vorlesungszeit des Sommersemesters 2012 bei über 90 Prozent der Befragten zwischen 0 und 20 Stunden pro Woche, wobei – unterteilt in vier jeweils fünf Stunden umfassende Blöcke – knapp 30 Prozent davon auf die Angabe „5 bis 10 Stunden“ entfallen. Das wenigsten Studierenden liegen mit 17,1 Prozent bei 15 bis 20 Stunden. Oberhalb der 20-Stunden-Grenze dünnen sich die wöchentlichen Arbeitszeiten merklich aus. So gaben 4,8 Prozent an, 20 bis 25 Stunden gearbeitet zu haben, und nur noch 1,5 Prozent kommen auf eine Arbeitszeit von 25 bis 30 Stunden.

Dies mag einerseits auf die hohe zeitliche Belastung durch das Studium zurückzuführen sein, maßgeblich scheint aber ein anderer Grund zu sein: Studierende sind im laufenden Semester nur dann von Beiträgen zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung befreit, wenn sie sich nachweislich und überwiegend ihrem Studium widmen. Dies setzt voraus, dass die wöchentliche Arbeitszeit im Semester nicht mehr als 20 Stunden beträgt. Davon abgesehen hat sich gezeigt, dass die Dauer der geleisteten Arbeit in zahlreichen Fällen unterhalb der gewünschten Stundenzahl lag. Denn die Frage „Hätten Sie gerne mehr gearbeitet?“ beantworteten rund 21,7 Prozent der Studierenden mit „ja“.

Für die vorlesungsfreie Zeit des Sommersemesters 2012 lässt sich hingegen eine signifikante Arbeitszeitverlängerung feststellen. Hier entfielen auf die Stundenangabe „0 bis 20“ nur noch unwesentlich mehr als 50 Prozent der Antworten. Dagegen erhöhte sich die kumulierte Arbeitszeit im Stundenbereich 20 bis 40 beträchtlich. Lag sie für die zuvor dargestellte Vorlesungszeit noch bei insgesamt 8 Prozent, gaben nun über 31 Prozent der Befragten an, im Bereich zwischen einer halben und einer Vollzeitstelle beschäftigt gewesen zu sein. Dennoch erklärten auch für den Zeitraum der Semesterferien rund 27,7 Prozent der Befragten, dass sie gerne mehr gearbeitet hätten.